Wie jedes Jahr, so haben wir auch 2016 wieder unsere Stammlokale und das eine oder andere Restaurant aufgesucht. Große Veränderungen hat es nicht gegeben, also könnte ich nun hier aufhören. Natürlich tue ich das nicht, da ich ja auch ein wenig die Werbetrommel – aus rein egoistischen Gründen – für die Gastronomie in Cala Ratjada rühren möchte. Die vielen Restaurants und Bars am Hafen und den Straßen zur Cala Agulla machen den Flair von Cala Ratjada aus. Gerade in der Hochsaison sind die Straßen am Abend voll, aber viele Restaurants leer. Nur „All Inclusive“ ist der Totengräber von Urlaubsorten wie Cala Ratjada. Daher mein Aufruf: Lasst wenigstens ein Mal im Urlaub das Essen im Hotel stehen, und geht lecker im Ort essen, nur so hat Cala Ratjada eine Zukunft!

Genug der mahnenden Worte *lach*

Um die üblichen Verdächtigen entlang der Promenade von der Hafenmauer bis zur Son Moll machen wir, bis auf wenige Ausnamhen, einen großen Bogen. Die üblichen Pizza- und Pastabuden werden von uns nicht aufgesucht.

Was sich wieder bestätigt hat, ist das Preisgefälle bei Getränken. So kostet ein 0.5er San Miguel im Es Port am Hafen 4,10EUR, im Los Olivos aber nur 2,80EUR. Was die Speisen betrifft, bleibt das Gefühl, dass das Essen vom Hafen bis zur Cala Agulla insgesamt ein wenig teurer geworden ist.

Zu unseren Stammlokalen Es Port und Los Olivos gibt es nicht wirklich Neues zu schreiben.

Es Port
Das Essen im Es Port ist solide und gut, die Stimmung ist toll. Als Stammgäste haben wir natürlich auch den einen oder anderen Smaltalk mit den Inhabern, ein aus Norwegen stammendes Ehepaar, geführt. Einzig negativ ist der doch recht hohe Preis für das San Miguel, aber der ist auch der teuren Lage am Hafen geschuldet.

Los Olivos
Wir fühlen uns schon irgendwie heimisch, wenn wir beim ersten Besuch im Urlaub lächelnd von Manolo und Ramon begrüßt werden, eigentlich gilt das für die ganze Familie. Das Essen ist wie gewohnt deftig und üppig. Wir empfehlen nach wie vor, sich die Vorspeise zu teilen. „Una racion para dos“
Man darf im Los Olivos kein Gourmetessen erwarten, aber das Essen ist wirklich gut und den Preis wert.
Auch wenn wir nicht immer im Los Olivos essen waren, haben wir mehrere Abende im Los Olivos ausklingen lassen, und in gemütlicher Umgebung einen Cocktail (zuviel) getrunken. Aber nicht nur für das (Abend)-Essen ist das Los Olivos eine gute Anlaufstellen, auch eine Wanderung kann man dort mit einem leckeren (Erdbeer)-Eis oder Kuchen beenden. Manolo y Ramon: Bis zum nächsten Jahr!

Seit 2015 neues Stammlokal: Los Arcos
2015 waren wir das erste Mal im Los Arcos essen – es war wirklich eine Entdeckung.
In diesem Jahr haben wir dann gleich zwei Mal das Los Arcos aufgesucht, und wurden freudig von Juan begrüßt. Die Lage ist nicht 1a, aber man soll ja eh öfters in den Seitenstraßen die Lokale aufsuchen. Die Perlen findet man sicherlich nicht auf der „Schinkenstraße“ Avn. Cala Agulla oder am Hafen. Und das Los Arcos ist wirklich eine Perle! Absolut nettes Personal, sauber und gepflegte Küche. Top Speisekarte auch mit Gerichten, die man in den Fischbuden am Hafen vergeblich sucht, sowie ausgezeichnete Tagesgerichte. Nun könnte man meinen: Dieses hat doch alles seinen Preis – aber dem ist wirklich nicht so!
Auch oder gerade bei den Einheimischen ist das Los Arcos sehr beliebt – und (jeden?) Abend gibt es ein Stelldichein der diensthabenden „Policia Local“, die dort ihren Kaffee zur Nachtschicht trinken.
Damit bleibt das Los Arcos nicht nur unser Geheimtip, sondern eine klare Empfehlung!

Neuentdeckung Heidis’s Schnitzelhütte
Wir sind schon so oft bei Heid’s Schnitzelhütte vorbeigekommen, doch beachtet hatten wir dieses Restaurant eigentlich noch nie, obwohl es direkt neben dem Gemeindezentrum Cap Vermell liegt. Durch Facebookkommentare aufmerksam gemacht, hatten wir uns für 2016 vorgenommen, uns von Heidi ein Schnitzel servieren zu lassen. Und da wir im Urlaub gleich zwei Mal bei Heidi auf der Hütte waren, kann man sich denken: Empfehlenswert!
Das Restaurant ist liebevoll auch im Detail hergerichtet. „Heidi“ ist urig und nett. Sollte die Vorspeise etwas größer ausfallen (bruschetta), bekommt man gleich den Rat, sich doch zuerst eine Portion zu teilen. Danke für den Hinweis! Auf der Speisekarte findet man natürlich viele Variationen von Schnitzeln, aber auch Cordon Bleu und andere artverwandte Fleischgerichte. Das Schnitzel selber wird auf einen großen Teller serviert, darauf ein kleines Eimerchen mit Pommes. Der Eimer täuscht! Die Portion sieht klein aus, ist aber ausreichend! Ich wüsste im Monent auch nicht, wo ich in Cala Ratjada sonst noch so gut zubereitete Pommes bekommen würde. Vom Preis her ist Heidi’s Schnitzelhütte moderat.
Fazit: Entdeckung des Jahres.

Noudos
Ich würde das Noudos nicht unbedingt als Stammlokal betrachten, aber es steht auch auf unserer Liste der „hier gibt es gutes Essen“ Restaurants. Die Lage ist nicht wirklich gut (Lärm und Abgasbelästigung), aber das Essen macht dieses Manko gleich wieder wett. Allerdings ist die Bedienung, zumindest wenn wir da sind, recht *verpeilt* und *paddelig*. Wer sich schnell aufregt, sollte besser nicht dort essen *grins*
Am Essen gibt es nicht auszusetzen, die Preise sind auch OK. In vielen Restaurants bekommt man (Mindestverzehr?) zur Rechnung (quenta) noch ein Nippchen – Mescladis etc. Im Noudos wird einen gleich eine ganze Flasche zur Selbstbedienung auf den Tisch gestellt. Sehr zum Nachteil des Wirtes, wenn man ewig auf die Rechnung warten muss.
Noudos – kein Muss – aber eine Empfehlung.

Bar Sa Cova
Die Sa Cova Bar ist etwas besonderes, da wir hier eigentlich nicht „richtig“ zum Essen hingehen. Aber es ist schon eine kleine Tradition, dass wir am An- und Abreisetag zum späten Frühstück ins Sa Cova gehen. Bei mir gibt es immer „Rührei mit Speck und Käse“ und den obligatorischen Orangensaft. Mit dem Frühstück komme ich im Urlaub an, und es ist ein tröstender Abschied nach dem Räumen des Apartments im S’Amfora. Am Abreisetag werden dann noch die Formalitäten bei MERO Diving geklärt und abgerechnet, am Anreisetag gibt es die ersten Begrüßungsbussies und Hallos!  Wir wurden auch schon dabei beobachtet, dass wir uns zwischen zwei Tauchgängen mit Baguttes aus dem Sa Cova gestärkt haben. Die Baguettes und Frückstücksteller sind gut portioniert und sehr gut zubereitet. Die Getränkepreise sind trotz der Lage erstaunlich fair. (Vergleich zu oben: 0.5er San Miguel 3,50EUR)
Für 2017 gibt es einige Veränderungten im Sa Cova, der derzeitige Betreiber wechselt ja nach Son Besso. Inzwischen ist es auch kein Geheimnis mehr, dass 2017 die Bar von Liesa übernommen werden soll. *Ups – verplappert?* An dieser Stelle drücken wir Liesa (und Tim *g*) ganz feste die Daumen für 2017, und wünschen viel Erfolg. Auch 2017 möchte ich meinen Urlaub im Sa Cova beginnen und beenden, sowie meine Decobiere bestellen, und viele bekannte Gesichter sehen.

Il Forno
Kommt noch 🙂
Da das Il Forno 2017 nicht mehr existiert, mach es auch keinen Sinn mehr, einen Bericht nachzureichen.

Can Matias
Can Matias ist der Flop des Jahres. Auf Empfehlung eines Residenten haben wir uns mal ins Can Matias getraut, liegt ja auch günstig fast neben dem S’Amfora. Die Vorspeisen waren soweit OK, aber mein Hanburger war dann für 15EUR doch sehr schlicht. Ein Hamburgerbrötchen ganz ohne Soucen, Gurken, etc., darauf ein gut gebratenes Rinderhack und Röstzwiebeln unbekannter Herkunft (Hausmarke? spanische Metro?). Also Hackfleisch staubtrocken im Brötchen. Das andere Menü war soweit OK, aber nichts, was gesondert gelobt werden müsste. Für den Preis hätte man insgesamt etwas Besseres erwartet. Vielleicht habe ich ja auch nur das Falsche bestellt *g*

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